15.04.2016

ABG baut Energiebilanz-Häuser im Riederwald

Im Rahmen eines Forschungsprojekts zum dauerhaften und nachhaltigen Bauen plant und baut die ABG FRANKFURT HOLDING in Zusammenarbeit mit dem Institut für Stadtbaukunst der Technischen Universität Dortmund Musterhäuser in Frankfurt-Riederwald, die durch Mittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, gefördert werden. Ziel ist eine umfassende Bewertung von Gebäuden in einem größeren Bilanzierungsrahmen als das bisher in der Praxis der Fall ist. Bereits die Entscheidung, Flächen in einer bestehenden Siedlung für eine Nachverdichtung zu nutzen und die Neubauten nicht auf einer neu zu erschließenden Siedlungsfläche auf der grünen Wiese zu errichten, hat großen Einfluss auf die Gesamtenergieeffizienz der Gebäude, betrachtet man auch die Energiemengen, die für Erschließung und Mobilität aufgewendet werden muss.

Neben der Energiebedarfsrechnung, die vor dem Bau der Häuser erstellt wurde, werden auch während des Betriebs mindestens drei Heizperioden lang die Energieverbrauchswerte aufgezeichnet. Weiter ist geplant, in die Konstruktionen in unterschiedlichen Wandtiefen Temperatur- und Feuchtemessfühler einzubauen, um das Verhalten der Bauteile in unterschiedlichen Schichten über das Jahr hinweg im tatsächlichen Betrieb aufzeichnen zu können.

„Mit diesem Projekt verfolgt die ABG erneut einen wichtigen und innovativen Ansatz. Damit weist das Unternehmen wieder neue Wege beim energieeffizienten Bauen auf und trägt zugleich dazu bei, durch behutsame Veränderungen den Stadtteil Riederwald in die Zukunft zu entwickeln“, sagte Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz.

„Von den Voruntersuchungen und ich vermute auch vom späteren  Abgleich mit der Realität, erhoffen wir uns neue Erkenntnisse zum dauerhaften Bauen“, betonte Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG FRANKFURT HOLDING, am Freitag beim Richtfest für die Energiebilanz-Häuser in der Schlettweinstraße. „Zu den Perspektiven künftigen Bauens finden wir Antworten in diesem Vor-Ort-Laboratorium“, stellte Christoph Mäckler in Aussicht.

Die insgesamt 16 Reihenhäuser entstehen gegenwärtig an der Schlettweinstraße im Stadtteil Riederwald. Sie sind, abgesehen von der Konstruktion der Außenwände, nahezu identisch: Sämtliche Häuser  haben die gleiche Ausrichtung nach Süden hin und verfügen über eine Wohnfläche von etwa 115 Quadratmetern. Sie orientieren sich in Form, Material, Farbe und Geschosszahl an der zweigeschossigen Siedlungsbebauung der Umgebung, die aus der Zeit der Wende zum 20. Jahrhundert stammt. Der Bau der ursprünglichen Siedlung begann in der Hochphase der Industrialisierung. Damals ging es um den Bau von Wohnungen in Zeiten großer Knappheit.

Die neuen Reihenhäuser werden in zwei Reihen errichtet und unterscheiden sich auch in der Gesamtenergiebilanz. Die Passivhäuser entstehen in der östlichen Zeile, die Bauten nach dem Energieeffizienz-Standard 70 der KfW in der westlichen Zeile. Die Reihenhäuser unterscheiden sich vor allem durch die Konstruktion der Außenwände: Bei ihnen handelt es sich um unterschiedliche Wanddicken, die den Vergleich der energetischen Standards möglich machen. Die Forscher der Technischen Universität Dortmund wollen unterschiedliche Verbrauche von Energie vergleichen und bewerten.

Für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts wurden vor dem Bau der Häuser Energiebedarfsrechnungen angestellt. Während des Betriebs wollen die Forscher über drei Heizperioden hinweg die energetischen Verbrauchswerte vergleichen, die sie vor Ort ermitteln. In diese Berechnungen der Energiemenge einfließen sollen auch die für Herstellung, Abbruch und Entsorgung anfallenden Kosten. Die Wissenschaftler versprechen sich davon Erkenntnisse „zum dauerhaften Bauen“.


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Fotos: Alex Kraus/ABG

 

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