Eine Siedlung aus den 60er Jahren wurde umfassend saniert

Die Siedlung „Im Füldchen“ in Frankfurt-Rödelheim.

In drei Bauabschnitten wurden die Wohnungen der Siedlung „Im Füldchen" in Frankfurt-Rödelheim saniert. Die Anfang der 60er Jahre mit öffentlichen Fördermitteln gebauten fünfgeschossigen Doppelhäuser bestanden vor allem aus 1-Zimmer-Wohnungen mit 24 -31 m² Wohnfläche. Diese waren in Hinblick auf Ausstattung, Energieeffizienz und den Wohnungsmix in der Siedlung nicht mehr zeitgemäß.

Die Siedlung der WOHNHEIM mit sieben Doppelhäusern und insgesamt 224 Wohnungen wurde deshalb umfassend saniert, energetisch ertüchtigt und behutsam nachverdichtet. Dabei wurden alle haustechnischen Anlagen erneuert und die Gebäude energetisch auf den Stand der derzeit gültigen Energieeinsparverordnung gebracht. Neu ist außerdem der Anschluss der Häuser an das Fernwärmenetz der Mainova.

Der 3. und letzte Bauabschnitt wurde im Herbst 2019 fertiggestellt.

Die Gesamtwohnfläche in der Siedlung wurde durch die Sanierung um rund 4.800 Quadratmeter vergrößert. Erreicht wurde dies durch den Umbau der Loggien in Wohnfläche, den Ausbau der Speicher zu Vollgeschossen und den Aufbau eines zusätzlichen Staffelgeschosses. Als Ersatz für die Loggien wurden die Wohnungen mit Vorbaubalkonen ausgestattet. Durch den Einbau von Aufzügen sind alle Wohnungen barrierefrei erreichbar. Der Energiebedarf der Wohnungen liegt nach der Sanierung mit rund 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr um ca. 80 Prozent unter dem vorherigen Bedarf.

Durch den Umbau und die Zusammenlegung kleiner Appartements bietet die Siedlung noch 173 Wohnungen. Mit neuen Grundrissen wurden Wohnungen für Haushalte mit bis zu fünf Personen angeboten. Dieser Mix an Wohnungstypen ist die Voraussetzung für eine breit gefächerte Bewohnerstruktur aller Generationen, die von Seniorinnen und Senioren über Familien mit und ohne Kinder bis zu Alleinerziehenden und Singles reicht.

Zwei Drittel gefördert - ein Drittel frei finanziert

Je ein Drittel der Wohnungen in der Siedlung wird nach dem Landesprogramm Sozialer Mietwohnungsbau sowie nach dem Familien- und Seniorenprogramm der Stadt Frankfurt gefördert. Ein Drittel der Wohnungen wird frei finanziert. In jedem Haus sind Wohnungen aller drei Finanzierungsarten und alle Wohnungen erhalten dieselbe Ausstattung.

Besonders Augenmerk wurde auf die Gestaltung der kleinen Wohnungen gelegt. Ein Teil der Bewohner wollte auch nach der Sanierung wieder eine 1-Zimmer-Wohnung beziehen, andere wünschten sich für die Zukunft sehnlichst einen separaten Schlafraum. Um beiden Anforderungen gerecht zu werden, wurden die neuen Wohnungen für 1-Personen-Haushalte als 1-Zimmer-Wohnungen mit der Option der Umwandlung in 1½-Zimmer-Wohnungen konzipiert.
Ebenso wurde bei der Planung auf Wohnungen für Alleinerziehende mit einem Kind geachtet. Wohnungen für diese Haushalte fallen beim geförderten Wohnungsbau häufig durch das Raster, weil sie eine für zwei Personen angemessene Wohnfläche und gleichzeitig zwei Schlafräume benötigen. Auch im freifinanzierten Wohnungsbau können sich Alleinerziehende 3-Zimmer-Wohnungen in der üblichen Größe oft nicht leisten. Im Füldchen entstanden deshalb insgesamt zwanzig Wohnungen mit drei Zimmern und 57 m² Wohnfläche,  davon fünf im 1. Förderweg, zehn nach dem Familien- und Seniorenprogramm gefördert und fünf frei finanziert.

Neu gestaltet wurden auch die Außenanlagen. Dort wurde ein großzügig ausgestatteter, zentraler Spielplatz für alle Häuser des Quartiers angelegt. Außerdem gibt es ruhiger gelegene Sitzgruppen. Der alte Baumbestand blieb weitgehend erhalten.

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