15.09.2011

Info-Box in der Heinrich-Lübke-Siedlung eröffnet

ABG - Eröffnung Infobox Heinrich-Lübke-Siedlung durch Oberbürgermeisterin Petra Roth und ABG Geschäftsführer Frank Junker am 15.09.2011

Die Bewohner der Heinrich-Lübke-Siedlung in Frankfurt Praunheim können sich jetzt in einer neu errichteten "Infobox" über den Sanierungsverlauf ihrer Siedlung informieren. Dieses weitere Informationsangebot wurde am Donnerstag (15.09.2011) von der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth und Frank Junker, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der ABG FRANKFURT HOLDING, zu deren Bestand die Siedlung gehört, vorgestellt.

Der neue Info-Container steht zwischen den Häusern Heinrich-Lübke-Straße 52 und 60 und hat die eigene Hausnummer 52 a. An jedem Donnerstag in der Zeit von 12:30 bis 17:00 Uhr können die Mieter jetzt ohne vorherige Terminvereinbarung zur Mietersprechstunde kommen und ihre Fragen stellen. Dort finden die Bewohner auch die aktuellen Pläne für die Sanierung der einzelnen Häuser und können sich über den Stand der in den "Hofwerkstätten" gemeinsam von Mietern und der ABG erarbeiteten Planungen für die Gestaltung der Innenhöfe informieren. Darüber hinaus stehen nach telefonischer Terminvereinbarung drei Bauleiter, zwei Fachbauleiter sowie zwei Projektleiterinnen vor Ort jederzeit als Ansprechpartner der ABG für Fragen der Mieter zur Verfügung.

Die Sanierung der Heinrich-Lübke-Siedlung, die in den 1970er Jahren erbaut wurde und in der rund 2.000 Bewohner in 600 sozial geförderten Wohnungen leben, ist ein städtebauliches Modellprojekt für eine nachhaltige und gleichzeitig wirtschaftliche Erneuerung einer städtischen Großsiedlung. Bei den Planungen wurden gleichermaßen der Sanierungsbedarf der Wohnungen, die Gestaltung von neuen Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten sowie ein klimafreundliches Energiekonzept berücksichtigt. Die Mieter, die durch die Sanierung möglichst wenig beeinträchtigt werden sollen, werden in regelmäßigen Mieterversammlungen umfassend informiert und haben die Möglichkeit, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen.

Nach dem Abriss des ehemaligen Quartierszentrums wird in der Heinrich-Lübke-Siedlung demnächst die Baugrube für das neue Quartierszentrum mit Tiefgarage, Supermarkt sowie einem Wohn- und Geschäftshaus in Passivhausbauweise ausgehoben. Bereits begonnen haben die Sanierungsarbeiten in den Häusern 28 bis 32 sowie in den Häusern mit den Hausnummern 10 und 12. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen werden die Wohngebäude gedämmt, Fensterbrüstungen zurück gebaut und neue, vorgestellte Balkone angebaut. Mit einer Neuausrichtung von Eingangsbereichen, einer veränderten Wegeführung sowie einzelnen Abriss- und Neubaumaßnahmen sollen neue „Nachbarschaftshöfe“ entstehen.

Um die Belastungen für die Mieter während der Umbauphase auf ein Minimum zu beschränken hat die ABG eine ganze Reihe von Maßnahmen getroffen. So können gesundheitlich beeinträchtigte Mieter oder Schichtarbeiter während der größten Baumaßnahmen in ihren Wohnungen in Ersatzwohnungen ziehen. Auch können Mieter die Unterstützung von Siedlungshelfern in Anspruch nehmen, wenn sie selbst mit den erforderlichen Räum- oder Reinigungsarbeiten überfordert sind. Dennoch ließen sich, wie Junker erklärte, Beeinträchtigungen durch Lärm und Schmutz während der Bauzeit nicht ganz vermeiden. Der ABG Geschäftsführer warb um Verständnis und verwies darauf, dass die Wohnungen nach der Sanierung mit neuen Bädern und Balkonen eine wesentlich höhere Lebensqualität bieten werden. Darüber hinaus hat die ABG beschlossen, dass während der Kernbauzeit die Mietminderung von 20 auf 60 Prozent erhöht wird.

Durch die energetische Sanierung der Bestandsgebäude und Neubauten in Passivhausbauweise sowie ein intelligentes Energiekonzept mit Nutzung von Photovoltaik, etwa auf dem Dach der Parkgarage, wird der CO2 Ausstoß der Gebäude in der Heinrich-Lübke-Siedlung um rund 80 Prozent reduziert. Bisher gibt es in der Wohnsiedlung ausschließlich geförderte Wohnungen. Um eine ausgewogene soziale Belegung zu erreichen, werden in Zukunft auch frei finanzierte Wohnungen angeboten. Um das soziale Miteinander in der Heinrich-Lübke-Siedlung zu fördern, wird in der Quartiersmitte außerdem ein Gemeinschaftsraum eingerichtet, der von den Bewohnern für Veranstaltungen und Feiern genutzt werden kann.

Mit dem Projekt Heinrich-Lübke-Siedlung wurde Frankfurt am Main zum ersten Mal für den "EUROCITIES Award" nominiert. Frankfurt ist Gründungsmitglied des vor 25 Jahren gegründeten Städtenetzwerks Eurocities mit über 130 europäischen Kommunen aus 36 Ländern. Der diesjährige Wettbewerb steht unter dem Motto "Planningforpeople".

Kontakt und weitere Informationen:
ABG FRANKFURT HOLDING GmbH
Roland Frischkorn
Elbestr. 48, 60329 Frankfurt am Main
Fon: 069-2608 285, Mobil: 0163-2608 285,
Fax: 069-2608 277
E-Mail: r.frischkorn@abg-fh.de
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